Nord Cup 2016 by Team Wilson

Mast legen. Boot kranen. Alles festzurren und dann bei 33 Grad Hitze 12 Stunden Fahrt mit dem Auto von Hamburg nach Danzig.

So eine Regatta ist wirklich ein enormer Aufwand. Nicht-Segler werden das nie verstehen. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Der Nord-Cup in Danzig war einfach eine großartige Veranstaltung für das gesamte „Wilson“-Team. Die Organisatoren haben an alles gedacht: Sonne wie am Mittelmeer, Wind von 1 bis 5 Beaufort und eines der schönsten Reviere auf dem wir je gesegelt sind.

In der Klasse Skippi 650, die inzwischen Scandinavia 650 heißt, starteten 7 Boote. Trotzdem trafen wir auf dem Wasser viele alte Bekannte wieder, denn auf unserer Bahn segelte auch die Delphia 24. Offenbar haben viele ehemalige Skippi-Segler die Klasse gewechselt.

Uns Deutschen wird ja immer nachgesagt, wir seien so besonders pünktlich. Aber mit den Wettfahrtleitern in Danzig können wir nicht mithalten. Erster Start: exakt 12.00 Uhr, zweiter exakt 13.00, dritter exakt 14.00. Das nenne ich just in time Race. Und natürlich wartete das angekündigte Gewitter geduldig, bis die letzten Boote wieder im Hafen waren. Offenbar kannte auch der polnische Wettergott den Zeitplan des Nord-Cups.

Polnische Regattasegler haben in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf, insbesondere unter Skippi-Seglern. Unser Ziel war daher klar: Nicht Letzter werden. Doch dann waren wir gleich bei der ersten Wettfahrt erste an der Luvtonne. Vorne weg zu segeln hat uns so verwirrt, das wir den Vorsprung nicht konsequent verteidigt haben und kurz vor dem Ziel noch Marek Kloska auf der „Hiab“ vorbeisegeln ließen. Insgesamt wurde das „Wilson“-Team Dritter. In Polen! Das ist für uns ein sensationeller Erfolg.

Voller Zufriedenheit haben wir uns auf die 12-Stunden-Heimfahrt begeben. Am Ende haben wir nur zwei kleine Kritikpunkte: 1. Beim Maststellen habe ich meine Beine nicht mit Sonnencreme eingecremt. Der Sonnenbrand durch die polnische Sonne glühte noch in Hamburg so rot wie sonst nur bei Engländern. 2. Wir waren leider das einzige Team aus Deutschland. Das müssen wir nächstes Jahr ändern.

 

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Herzliche Grüße aus Hamburg
Team Wilson GER 44